
„Beyond Indifference: Stories Shaping Change“ – Internationale Jugendbegegnung über Protest und Demokratie
Vom 4. bis zum 10. Oktober 2026 nahmen zehn Schüler:innen des 12. Jahrgangs unserer Schule an der internationalen Jugendbegegnung „Beyond Indifference: Stories Shaping Change“ teil. Das von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und der Kreisau-Initiative geförderte Projekt brachte rund 40 junge Menschen aus Deutschland, Polen, der Ukraine und Belarus im Exil zusammen.
Im Mittelpunkt standen Protestbewegungen in den verschiedenen Ländern und ihre Bedeutung für demokratische Veränderungen. Gemeinsam mit Aktivist:innen, Künstler:innen und Zeitzeug:innen beschäftigten sich die Jugendlichen mit Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Engagement. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie junge Menschen ihre Stimme nutzen und Gesellschaft aktiv mitgestalten können. In internationalen Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden in vier kreativen Workshops. Sie untersuchten die Wirkung von Fotografien bei Protesten, beschäftigten sich mit Musik als Ausdruck von Widerstand, erzählten und vertonten unter dem Motto „Der Tag, an dem ich meine Stimme fand“ eigene Geschichten und entwickelten aus persönlichen Erfahrungsberichten eine kurze dokumentarische Theateraufführung.
Besonders prägend waren jedoch die persönlichen Begegnungen mit den Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern. In vielen Gesprächen erfuhren unsere Schüler:innen, wie unterschiedlich junge Menschen in Europa Demokratie, Freiheit und Menschenrechte erleben. Vor allem die Geschichten von Jugendlichen, deren Alltag durch Krieg, politische Umbrüche oder das Leben im Exil geprägt ist, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viele gemeinsame Interessen, Hoffnungen und Wünsche die Jugendlichen miteinander verbinden.
Die Begegnung soll auch über die gemeinsame Woche hinaus Wirkung zeigen: Im Rahmen sogenannter „Mini Grants“ entwickelten die Schüler:innen eigene Projektideen, mit denen sie die Themen Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliches Engagement an unsere Schule bringen möchten. In den kommenden Wochen werden sie ihre Ideen weiterentwickeln und umsetzen.
So bleibt von „Beyond Indifference“ – über die Gleichgültigkeit hinaus - nicht nur die Erinnerung an eine besondere Woche, sondern auch der Anstoß, selbst aktiv zu werden und etwas zu verändern.
A. Walpert



