KURSFAHRT - ALPEN/DOLOMITEN/GARDASEE
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Kursfahrt – Alpen/Dolomiten/Gardasee

von Julia Göse

Um 7:30 Uhr startet unsere Leistungskursfahrt in Richtung Italien. Die Fenster des Reisebusses waren in der Morgendämmerung von der Oktoberkälte beschlagen.

Nach langer Fahrt erblickten wir die ersten Alpengipfel am Horizont. Mit einer halsbrecherischen Fahrt durch die Sarntaler Alpen über sich serpentinenartig hochschlängelnde Straßen erreichten wir mit Zwischenhalt auf dem Penserjoch (2211m) am Abend endlich unser erstes Nachtquartier in Sarentino. Eine aufregende Nacht im Schlafsack auf Heu in einer alten Scheune setzten wir am nächsten Morgen unsere Reise in Richtung Südtiroler Hauptstadt fort. Auf dem Bozener Marktplatz lauschten wir einem interessanten Vortrag über die Stadtentwicklung und besichtigten kurz darauf das „Messner Mountain Museum“ unter der Fragestellung: „Was macht der Berg mit dem Menschen?“

Am Nachmittag erreichten wir unser eigentliches Reiseziel am Gardasee. Hier wohnten wir im malerischen Ort Malcesine im Hotel Alla Rama. Am Montag fuhren wir mit ausgeliehenen Mountainbikes zum Surfen an das Ufer des Sees. Die warme, norditalienische Sonne stand hoch über den Dolomiten als uns Herr Ohlemann die Basics des Windsurfens vermittelte. Am Nachmittag erkundeten wir die Altstadt. Sie versprühte ihren Charme durch kleine Gassen, die von im Italienischen Baustil gestalteten Häuser gesäumt sind. Nach Pizza und Pasta im hoteleigenen Restaurant fielen wir alle erschöpft in ein weiches Bett.

Der Dienstag gestaltete sich ähnlich wie der Montag. Die Surfversuche auf dem glasklaren Wasser des Lago die Garda sahen jedoch nicht mehr wie solche aus, sondern schienen eher wie gekonnte Manöver. Für sich zeitweise am Strand Sonnende ergab sich ein unvergessliches Panorama von Sonne, Wasser und riesigen Bergen mit vielen winzig scheinenden Surfern. Am Nachmittag gab es ein gemütliches selbstorganisiertes Essen im hoteleigenen Garten und am Abend unternahmen wir einen Ausflug in die Altstadt.

Nach einer weiteren gemütlichen Nacht hieß es dann früh am Morgen Aufbruch nach Venedig. Die -zweieinhalbstündige Busfahrt gestaltete sich sehr ruhig, da noch viele nicht ausgeschlafen waren. Schon kurz vor Venedig übernahmen Felix und Thomas die Reiseleitung im Bus. Aufgrund ihrer intensiven Vorbereitung konnten sie uns vieles Wissenswertes zu Venedig berichten und führten uns mittels einem Vaporetti (Wasser-Taxi) über den Canale Grande zum Markusplatz. Während der 20-minütigen Fahrt folgten wir gespannt dem Vortrag der beiden. Am Dogenpalast angekommen erhielten wir Zeit um uns eigentständig die Umgebung anzuschauen. Doch gelang es uns nur sehr schwer durch die engen Gassen und über die schmalen Brücken einen uns genehmen Weg zu finden, um so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich zu sehen. Jedoch versprühten genau diese Gassen und Brücken den für Venedig unverkennbaren Charme.

Am letzten Tag unternahmen wir eine Mountainbiketour durch die Dolomiten. Dazu fuhren wir mit der Seilbahn und unseren Mountainbikes auf den Gipfel des Monte Baldo. Innerhalb von nur 10min. hatten wir einen Höhenunterschied von 1650m überwunden und fanden uns auf einmal in klirrender Kälte wieder.

Aber glücklicherweise gab es ein warmes Bergrestaurant mit riesigem Panoramablick über den gesamten Lago di Garda. indem ein weiterer interessanter Vortrag über die eiszeitliche Entstehung des Sees sowie der Dolomiten bei einer Tasse Cappuccino den Start unserer Tagestour erleichterte.

Unsere Tour begann auf einer mit Schotter ausgelegten Straße, welche später zu Asphalt wurde. Starke Steigungen und rasante Abfahrten wechselten sich ab. Zwischendurch machten wir immer wieder Halt um uns das wunderschöne Bergpanorama anzuschauen. Im Tal angekommen, fuhren wir bis Torbole, dem nödlichsten Ort am Gardasee, gönnten uns ein köstliches italienisches Eis, setzten uns ans Ufer, welches uns einen wunderschönen Blick auf den im Sonnenuntergang kunkelnden See bot und hörten dem letzten Teil des Vortrages zu, welcher die Entstehung der Alpen beinhaltete. Die letzten 10 Kilometer fuhren wir alle in Reih und Glied parallel zum See bis nach Malcesine. Erschöpft von der 52 Kilometer langen Tour packten wir unsere Sachen und fuhren noch am Abend ins kalte Deutschland zurück.

 

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