HANAU - SCHULTHEATER FÜR ZUSAMMENHALT IN VIELFALT
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HANAU - Schultheater für Zusammenhalt in Vielfalt

Vor den ausverkauften Kammerspielen des Deutschen Theaters stand der Theaterkurs 10 am letzten Dienstag auf der Bühne, um nebst 11 weiteren Schulgruppen aus ganz Deutschland als Vertreter für das Land Brandenburg ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus zu setzen.

Dazu aufgerufen hatten die Initiative kulturelle Integration sowie der Bundesverband Theater in Schulen, die den Jahrestag des rassistisch motivierten Attentats in Hanau am 19. Februar 2020 zum Anlass genommen haben, Schülerinnen und Schülern eine Bühne für die eigene Auseinandersetzung mit Themen wie Ausgrenzung, Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit zu geben.

Bereits am Montagabend kamen die knapp 200 Jugendlichen im Tagungshotel Aquino in Berlin Mitte zusammen, um von den Veranstaltern und dem Comedian Khalid Bounouar, der durch die beiden Abende geführt hat, begrüßt zu werden. In einer Gesprächsrunde, an der auch die Mutter eines der vor drei Jahren getöteten Männer, Ferhat Unvar, und Gründerin der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Serpil Temiz-Unvar, teilnahm, tauschten sich die Gesprächspartner unter anderem darüber aus, welche Rolle auch gerade das Schultheater dabei spielen kann, Zusammenhalt in der Gesellschaft von heute und morgen zu fördern. Immer wieder wurden die Jugendlichen im Publikum dabei als treibende Kraft angerufen und darin bestärkt, ihre Stimmen auf die Bühne und in die Öffentlichkeit zu bringen.
Im Anschluss hatten die jungen Gäste bei einem ‚Meet & Eat’ Zeit, verschiedenste Organisationen und Initiativen kennenzulernen, die in ihrer Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen und aufklären. Vom LKA bis zu Projekten mit queeren  Geflüchteten gab es eine große Bandbreite an Programmen und Initiativen zu entdecken, die die Schülerinnen und Schüler sowie die anwesenden Lehrkräfte zur Zusammenarbeit  eingeladen haben.

Der Dienstag hat uns das Theater dann von sehr nah und in all seinen Aspekten kennenlernen lassen – sei es von dem langen Warten auf die Technische Probe über die letzten Feinschliffe im Probenraum bis hin zum Lampenfieber, welches sich am Abend auf jeden Fall eingestellt hat. Als die Veranstaltung offiziell um 18 Uhr auf der Bühne eröffnet wurde, hieß es, sich für den eigenen Auftritt bereitzuhalten – und plötzlich im grellen Licht der Scheinwerfer zu stehen und auf einer professionellen Bühne die eigene Arbeit zu präsentieren.

Spätestens beim Abschlussapplaus mit 200 anderen Theaterspielenden und Claudia Roth in der Mitte, welche den Abend unterstützte, wurde klar, was hier geschafft wurde: Schülerinnen und Schüler haben ihre eigene Ausdrucksweise gefunden, sich gegen Rassismus und für Zusammenhalt in Vielfalt auszusprechen und ihre Stimmen nach Berlin gebracht.

Der Theaterkurs 10 freut sich über die wertvolle Erfahrung und wir hoffen, dass es für das Projekt Zusammenhalt in Vielfalt der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen war.

Ein guter Einblick in das Projekt lässt sich auch auf Inforadio nachhören:
https://www.inforadio.de/rubriken/kultur/beitraege/2023/02/-jahre-nach-hanau--treffen--schultheater-fuer-zusammenhalt--im-d.html

oder hier:
https://www.deutschlandfunk.de/campus-und-karriere-08-02-2023-komplette-sendung-dlf-fd94a8c1-100.html (ab Minute 12)
https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/der_morgen/archiv/20230208_0600/fruehkritik_0745.html

Fotocredits: Initiative kulturelle Integration / Jule Roehr

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